Wir backen unser eigenes Brot

Bei den Vorbereitungen auf unsere gemeinsame Brotzeit im Dezember beschäftigten sich die Kinder mit der Frage, welches Brot jeder am liebsten isst. Aus diesem Austausch entstand die Idee, im neuen Jahr ein eigenes Brot zu backen.

Zunächst pflegten die Kinder mehrere Wochen lang gemeinsam den Sauerteig „Hermann“. Dabei lernten sie, dass im Sauerteig lebendige Hefen und Mikroorganismen leben, welche eine wichtige Rolle beim Aufgehen des Teiges spielen. Hermann hatte ordentlich Hunger. Daher fütterten die Kinder den Sauerteig regelmäßig mit Vollkornmehl und Wasser. Sie beobachteten, wie die Hefen Gase entwickeln und der „Hermann“ sauer wird. Sobald sie dies am Geruch und am Aussehen erkannten, war es wieder Zeit zu füttern.

Anschließend wurde aus dem gereiften Sauerteig gemeinsam ein Brot gebacken. Ein echtes Sauerteigbrot benötigt Zeit und handwerkliches Geschick. Die Zebrakinder waren aktiv in alle Arbeitsschritte eingebunden – vom Rezept bis zum Formen des Brotes. Die Zutaten mussten abgewogen und geknetet werden. In der ersten Ruhephase, konnten die Kinder beobachten, wie die Hefen arbeiten und sich der Teig verdoppelt. Danach musste, gedehnt, gefaltet und rundgewirkt werden. Im Römertopf bekam das Brot seine letzte Gare, bevor es in den Backofen durfte. Das selbstgebackene Brot wurde anschließend gemeinsam bei der Brotzeit gegessen. Die Kinder bestrichen die Brotscheiben mit Butter oder Frischkäse und servierten es stolz in der Gemeinschaft.

Dieses Projekt verband auf wunderbare Weise Gesundheit, Lernen und Gemeinschaft. Die Kinder konnten aktiv mitmachen, Neues entdecken und erleben, wie viel Freude es macht etwas Eigenes herzustellen. Während sich die Kinder im Dezember nicht auf eine Sorte Brot einigen konnten, hat das selbst gebackene Brot jedem Kind geschmeckt.

Brot steht in vielen Religionen als Symbol für Segen, Gemeinschaft und Leben. Diesen Gedanken greifen wir in den kommenden Wochen in der Zebragruppe auf und vertiefen das Thema bei religionspädagogischen Angeboten.