Liebe Eltern und liebe Großeltern,
liebe Mitarbeiterinnen und liebe Mitarbeiter unserer KiTa,
liebe Leserinnen und liebe Leser!
Das Leben ist eine Herzensangelegenheit. Dem Rat suchenden Kind beispielsweise sagt die Mutter: „Folge deinem Herzen.“ Nach Enttäuschung und Misserfolg rät der Freund: „Nimm dir das nicht so zu Herzen.“ Wenn Beziehungen auseinandergehen, sagt man, dass einem die Trennung das Herz gebrochen hat. Um zu beschreiben, was einem besonders wichtig ist, sagen wir: „Daran hängt mein Herz.“
Nicht nur das Leben, auch der Glaube ist eine Herzensangelegenheit. Das kommt schon im ersten Wort unseres Glaubensbekenntnisses zum Ausdruck: „Credo“, „Ich glaube“, heißt es da. Darin verstecken sich zwei Worte: „cor dare“ – und das heißt: das Herz geben. Im Glauben kommt es also nicht in erster Linie auf theologische Einsichten und das Wissen über „Gott und die Welt“ an, sondern auf die Bereitschaft, mein Herz für Gott zu öffnen, ihm mein Herz zu schenken, damit er mich mit seiner Gegenwart beschenken kann.
Genau dazu lädt uns die Fastenzeit ein. Der Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol, Fernsehen oder das Smartphone soll uns innerlich frei machen und öffnen, damit wir wahrnehmen können, was unser Herz anfüllt, um es mit Gott zu teilen und spüren zu dürfen, was wir sind: ein Herzensanliegen Gottes.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen eine gesegnete Vorbereitungszeit auf Ostern!
Mit vielen Grüßen
Ihr Stadtpfarrer Konrad Huber