Unter fairem Raufen versteht man spielerisches Kräftemessen mit Regeln und Respekt. Viele Kinder haben ein großes Bedürfnis nach Bewegung: sie wollen toben, ihre Kraft ausprobieren und sich mit anderen messen. Damit dies sicher und wertschätzend gelingt, führt z.B. die Tigergruppe bei den Bewegungsangeboten für die Mondkinder regelmäßig „faires Raufen“ durch. Dabei geht es nicht um das Gewinnen, sondern um Körpergefühl, Vertrauen und soziale Kompetenz.
Was Kindergartenkinder dabei lernen:
- eigene Kräfte richtig einschätzen
- Grenzen anderer respektieren
- Konflikte spielerisch und ohne Aggression lösen
- Köperspannung, Balance und Motorik bewusst einsetzen
- Verantwortung für sich und den Partner übernehmen
- Mut zeigen und gleichzeitig Rücksicht nehmen
- Klare Regeln für ein faires Miteinander
Bevor es losgeht, werden einfache, aber wichtige Regeln besprochen: Verbeugung zur Begrüßung sowie Abklatschen der bestimmten Körperzonen, die berührt werden dürfen und die Absprache, dass ein „Stop“ immer sofort beachtet wird. Zum Abschluss vom fairen Raufen gibt es ein „High Five“!
Es gibt einige typische Übungen beim Fairen Raufen:
- Das Mattenringen: zwei Kinder versuchen, sich von einer Matte zu schieben – dabei üben sie Kraftdosierung, Körperspannung und Fairness
- Seilziehen: im Team oder zu zweit trainieren die Kinder Kraft, Standfestigkeit und Ausdauer
- Vertrauensübungen: beim kontrollierten Fallen und gegenseitigen Auffangen wird das Vertrauen und die Empathie gestärkt
- Rücken-gegen-Rücken-Drücken: beide Kinder suchen gemeinsam das Gleichgewicht und üben Teamwork
Faires Raufen bietet also vielseitige Möglichkeiten und fördert unterschiedlichste Kompetenzen – die Kinder erweitern und stärken ihre motorischen Fähigkeiten und haben zudem die Chance, ihre Energie auszuleben und dabei Rücksichtnahme, Absprachen und Vertrauen zu erfahren.