Ob in der Waldwoche oder an einem Mottonachmittag – Seile kommen aktuell häufig in unserer Arbeit mit den Kindern vor. An zwei Tagen in der Waldwoche haben wir mit einem vollbepackten Wagen voller Seile den Weg angetreten. Nach einer leckeren Brotzeit im Wald haben die Erzieher verschiedene Seilstationen aufgebaut.
Die eine Station war eine Seilwand: Zwei gespannte Seile zwischen Bäumen gaben Raum zum Hin- und Herklettern. Die andere Station war eine Seilschaukel: ein gespanntes Seil zwischen Bäumen und ein Schlauchseil, das an das gespannte Seil geknotet wurde. Auch ein großes Spinnennetz aus Seilen konnte beklettert werden.
Wertvoll an solchen Seilangeboten ist, dass der Körper dabei ganzheitlich beansprucht wird. Die Kinder erfahren durch die teils unterschiedliche Spannung der Seile, dass sie an bestimmten Stellen mehr oder weniger Körperspannung benötigen. Es braucht außerdem auch etwas Mut, sich beispielsweise beim Mottonachmittag im Bewegungsraum über den Seilparcours zu bewegen.
Zum einen schwebt das Seilgespann in der Luft und wackelt, zum anderen gibt es keinen festen Boden unter den Füßen oder großflächige Elemente für den Halt. Die Herausforderung, sowohl ruhig zu bleiben als auch die Körperspannung zu beherrschen, erfordert Überwindung.
Interessant ist hierbei auch, dass sowohl ältere, größere Kinder als auch jüngere, kleinere Kinder dazu in der Lage sind, solche Parcours zu bewältigen. Mit Seilen haben wir Spaß – gemeinsam und allein, schulen unsere Beweglichkeit und Körperkoordination und müssen Mut und Durchhaltevermögen aufbringen.